Sonntag, 14. Dezember 2025

Auf den Göblberg

Acht Stunden und 25 Minuten sind es nur mehr vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Dabei bekommt man die Sonne bei der jetzt herrschenden Wetterlage allerdings gar nicht zu Gesicht, weil eine beständige Hochnebeldecke den Kaltluftsee zudeckt, in dem wir uns im nördlichen Alpenvorland befinden. Der einzige Ausweg aus dieser tristen Lage ist, sich über die Nebeldecke zu begeben. Dazu braucht man je nach der Höhenlage des Hochnebels einen mehr oder weniger hohen Berg. Zurzeit reicht die höchste Erhebung des Hausrucks in OÖ zwischen Ampflwang und Frankenburg, der Göblberg mit seinem Aussichtsturm, gerade noch aus. Vom kalten Westwind herangetriebene Nebelschwaden schieben sich auch hier bisweilen vor das gleißende Sonnenlicht, dennoch ist es faszinierend, vom Göblberg aus in 801 m Seehöhe die letzten Sonnenminuten über dem Nebelmeer zu beobachten. Zum Aussichtsturm am Göblberg kommt man am schnellsten vom Parkplatz in Hoblschlag aus, von dem aus man zu Fuß noch gut 100 Höhenmeter in etwa 20 Minuten zu überwinden hat. Um 16:12 Uhr ist dann Schluss mit Sonne. Sie verabschiedet sich hinter den alpinen Berggipfeln der bayerischen Alpen. In der Dämmerung geht es wieder zurück zum Auto mit einer Tankfüllung Sonnenlicht und der Gewissheit, dass es auch an trüben Wintertagen noch Sonnenstrahlen gibt.
 

Dienstag, 16. September 2025

Auf die Bleckwand

Will man im Salzkammergut etwas höher hinaus, sich aber nicht allzusehr anstrengen, so ist die Besteigung der Bleckwand südlich des Wolfgangsees ein Tipp. In der Nähe von Strobl bei Gschwendt führt nämlich eine schmale, kurvenreiche Mautstraße hinauf zum Bleckwand-Almgebiet. Dort gibt es Parkplätze und man kann von dort die letzten etwa 350 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz der Bleckwand zu Fuß in Angriff nehmen. Es stehen zwei Varianten zur Wahl, eine Ost- und eine Westvariante. Ich habe dieses Mal die Ostvariante zum Aufstieg gewählt. Dazu geht man die Straße einfach noch ein paar hundert Meter weiter, bis der Wanderweg dann scharf links abzweigt und über Almgebiet schräg nach oben führt. Dann kommt man in den Wald, in dem der Weg auch recht ordentlich ansteigt, was meinen schlecht trainierten Kreislauf ordentlich gefordert hat. Schließlich erreicht man das Gipfelplateau und kann sofort die wunderbare Aussicht hinunter zum Wolfgangsee und hinüber zum Schafberg genießen. In ein paar Minuten ist man dann beim Gipfelkreuz (1516 m) und hat Sitzgelegenheiten zum sich Ausruhen und den Blick über die Berg- und Seenlandschaft schweifen lassen. Für den Abstieg wähle ich dann die andere Wegvariante, die zuerst relativ steil in Serpentinen durch den Wald bis zur sich im Umbau befindlichen und daher geschlossenen Bleckwandhütte und dann weiter im Wald schräg nach unten wieder zum Parkplatz führt. Die Bewegung und das alpine Flair haben mir recht gut getan.
 

Donnerstag, 11. September 2025

Untam Stoa

Mit "Untam Stoa" ist der schmale Traunsee-Uferstrich am Fuße des Traunsteins gemeint. Der See auf der einen Seite und die steilen Felswände des Traunsteins auf der anderen Seite machen den Reiz dieses Ortes aus und dass hier (fast) völlige Autofreiheit herrscht. Nach dem letzten Parkplatz folgen noch ein paar Häuser am Seeufer und schließlich erreicht man den Schotterstrandabschnitt, den man (außer bei Hochwasser) bequem begehen kann. Nachdem er endet, gibt es noch die Möglichkeit, am sogenannten Miesweg  weiterzuwandern, der mit Seilsicherung und stellenweise Holzbrücken am Felsabhang entlang führt. Für den Rückweg bietet sich auch die Möglichkeit, eine sich etwas oberhalb befindliche Forststraße zu benutzen, zu der man am Ende des Mieswegs aufsteigen kann.
 

Mittwoch, 3. September 2025

Eine kleine Heimrunde

Es muss ja nicht immer eine längere Tour mit dem E-MTB sein. Man kann auch im näheren heimischen Umfeld kurz herumradeln. Das habe ich heute gemacht. Einfach ein Stück durch den Wartenburger Wald und dann hinaus nach Hafling und weiter nach Oberleim. Dann geht es ein Stück Richtung Einwald und wieder zurück zur Bundesstraße B143, die von einem Radweg begleitet wird. Damit ich nicht gleich wieder zuhause bin, fahre ich noch einmal über Wegscheid hinauf nach Hafling, um am Höchsten von Vöcklabruck, dem Geispiel eine kleine Aussichtspause einzulegen (siehe Foto). Zurück geht es wieder durch den Wartenburger Wald auf Asphalt und Schotter. Man glaubt es kaum, doch so kommen auch gut 14 Kilometer zusammen bei 275 Höhenmetern. Als etwas Nachmittagsbewegung kann man das schon gelten lassen.
 

Samstag, 30. August 2025

Vom Attersee zum Traunsee

Ich schätze es, mit dem E-Mountainbike von zuhause wegzufahren. Als Hilfsmittel verwende ich ausschließlich den Bahntransport. Dieses Mal war nicht einmal der notwendig. Auf dem Radweg ging es zuerst von Vöcklabruck nach Schörfling und weiter nach Weyregg am Attersee. Hier zweige ich ins Bachtal (Tal des Weyregger Bachs) ab, zuerst noch auf Asphalt, später dann auf einer geschotterten Forststraße. Nach einer mäßig ansteigenden Fahrt beginnt dann ein kräftiger Anstieg auf etwa 830 m Seehöhe auf den Aurachberg, wo es dann etwas wellig weitergeht. Dann beginnt wieder auf Asphalt die Abfahrt ins Aurachtal, das ich ca. einen Kilometer vor Neukirchen bei Altmünster erreiche. Um von dort zum Traunsee zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder Richtung Traunkirchen oder Richtung Altmünster. Ich entscheide mich für Altmünster, da es von dort nicht mehr so weit nach Hause ist. Damit erreiche ich auch die Salzkammergut-Bahnstrecke und könnte auch mit der Bahn weiterfahren, was ich allerdings dieses Mal nicht mache. Ich komme ohne das Hilfsmittel ÖBB aus und fahre über Gmunden, Pinsdorf und Regau wieder heim. 63 Kilometer sind es geworden und über 900 Höhenmeter habe ich dabei überwunden. Für einen dank Motorunterstützung nicht allzu anstrengenden Nachmittagsausflug reicht mir das.
 

Mittwoch, 20. August 2025

Flachgau-Radtour von Hallwang nach Oberhofen am Irrsee

Rad und Bahn lassen sich gut kombinieren und damit kann ich auch Regionen erkunden, die ich allein mit dem Fahrrad nicht so einfach erreichen kann. In den ÖBB-Regionalzug bin ich allerdings nach ein paar Kilometern aufwärmen erst in Neukirchen-Gampern eingestiegen und habe mich nach Hallwang - kurz vor Salzburg - bringen lassen. Von dort geht es dann erst einmal in Richtung Autobahnauffahrt Thalgau. Dann schwenke ich um nach Henndorf, wofür ich einige Höhenmeter zu überwinden habe. Dafür geht es dann ordentlich bergab in des Becken des Wallersees mit deutlich über 50 km/h. Von Henndorf führt der Radweg südlich des Wallersees weiter nach Pfongau, wobei man das Schloss Sighartstein mit seinem reizvollen Weiher passiert. Nach Pfongau trete ich dann noch einmal kräftig bergauf in Richtung Sommerholz. Eine längere Abfahrt auf einer schmalen Straße nach Oberhofen bildet das Ende der Tour und man erreicht wieder die Haltestelle an der Westbahnstrecke, wo es nicht lange dauerte, bis mich der nächsten Zug nach Vöcklabruck bringt. Insgesamt sind 48 E-Bike-Kilometer und fast 1000 Höhenmeter auf dieser Strecke zusammengekommen, was mir für einen Nachmittagsausflug jedenfalls ausreicht.
 

Mittwoch, 13. August 2025

Durch die Kaltenbachwildnis

Seit meiner Kindheit kenne ich die Kaltenbachwildnis, eine zerklüftete Landschaft am nordwestlichen Abhang des Traunsteins. Gegenüber einer Traunstein-Besteigung ist die Wanderung durch diesen Landschaftsteil ein leichter Spaziergang und hätte mich lange Zeit unterfordert. Jetzt, im fortgeschrittenen Alter schätze ich solche kleinen, landschaftlich reizvollen Rundgänge. Man parkt am besten beim Gasthaus Hoisn und geht dann durch ein von Bogenschützen genutztes Waldstück, bis man auf den Gschliefgraben stößt. Dann geht es auf einer ansteigenden Forststraße weiter, von der schließlich ein schmaler Weg in die eigentliche "Wildnis" abzweigt. Nun geht es an steilen Felswänden und Steilabfällen vorbei und sogar durch eine kleinen Felstunnel. Nun ergeben sich die ersten Aussichtspunkte, die einen Blick auf den Traunsee bieten mit Bänken für ein kurze Rast. Weiter ansteigend kommt man bald an den Schluss der Schlucht und verlässt sie wieder. Vor dem Abstieg erreicht man noch einen wunderbaren Platz mit Aussicht auf den südlichen Traunsee. Bald trifft man auf das erste Teilstück des Herndlersteigs, dem man dann bis zum Traunseeufer folgt. Ein kurzer Rückweg auf der Straße zum Hoisn beendet die circa einstündige Wanderung, die sich wirklich lohnt.
 

Dienstag, 12. August 2025

Vom Vorderen zum Hinteren Langbathsee

Eine Gegend, die für mich immer einen Reiz hat, sind die beiden Langbathseen am Fuße des Höllengebirges. Von Ebensee aus erreicht man auf einer kurvigen Straße den gebührenpflichtigen Parkplatz vor dem Vorderen Langbathsee. Im Sommer ist das ein beliebter Badesee. Ich will allerdings etwas wandern und mache mich auf den Weg vom Vorderen zum Hinteren Langbathsee. Dafür nehme ich den Weg am südlichen Seeufer. Wo der See endet, steht die hübsche und neu renovierte ehemalige Jagdvilla Kaiser Franz Josefs. Dann steigt der Weg deutlich an, denn der hintere Langbathsee liegt deutlich höher. Kurz bevor man ihn erreicht, gelangt man zum Abfluss des hinteren Sees, dem Pfrillenbach mit seinen kleinen Wasserfällen (siehe Foto). Hat man den Hinteren Langbathsee erreicht, bietet sich ein schöner Ausblick und es stellt sich die Frage, ob man diesen noch umrunden möchte. Ich will das dieses Mal nicht, sondern trete nach einer kurzen, schattigen Rast wieder den Rückweg an, dieses Mal zum Nordufer des vorderen Sees, dem entlang ich bald wieder den Parkplatz erreiche. Fünfeinhalb Kilometer habe ich zurückgelegt und 130 Höhenmeter überwunden.
 

Samstag, 12. Juli 2025

Vom Franzl im Holz zum Laudachsee

Den Laudachsee kenne ich seit meiner frühesten Jugend. Ich war dort sogar als Kind einmal auf Jungscharlager in einer Hütte. Jetzt war es wieder einmal so weit, eine Wanderung dorthin zu machen, und zwar vom Franzl im Holz aus, ein Gasthaus, das man mit dem Auto von Gmunden aus leicht erreichen kann. Von dort führt eine Forststraße direkt hinauf zum Laudachsee. Nach einer guten Stunde Gehzeit durch den Wald hat man das Ziel auch schon erreicht. Das Gasthaus oberhalb des Sees lädt zu einer Stärkung ein. Anschließend wird dem See ein Besuch abgestattet und am nördlichen Seeufer geht es dann entlang, bis man nun zu einer anderen Wegvariante kommt, die jetzt meiste auf schmäleren und steileren Pfaden der Laudach entlang wieder nach unten führt. Nach knapp einer Stunde hat man den gebührenpflichtigen Parkplatz wieder erreicht. 
 

Dienstag, 24. Juni 2025

Entlang von Ager und Traun mit dem E-Bike nach Wels

Manchmal ist es recht angenehm, mit dem E-Bike keine starken Steigungen bewältigen zu müssen, sondern gemütlich in der Ebene dahinzurollen. Dazu eignet sich die Flusstalstrecke entlang von Ager und Traun nach Wels recht gut. Noch angenehmer macht das zusätzlich ein spürbarer Rückenwind. Der schönste Streckenabschnitt des Radwegs R6 ist dabei der Teil von Redlham bis Lambach, da man hier immer Sichtkontakt mit der Ager und später mit der Traun hat. Auch ein schöner Blick auf die Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura tut sich auf (siehe Foto). Ab Lambach entfernt sich der Radweg R4 dann etwas von der Traun. Erst in Wels geht es dann wieder dem Fluss entlang und nach dem Messegelände biege ich dann links in Richtung Bahnhof ab, um die Heimfahrt dann mit dem Regionalzug anzutreten. 48 km mit einem guten 20er Schnitt sind es auch geworden bei bescheidenen 300 Höhenmetern.
 

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