Sonntag, 14. Dezember 2025

Auf den Göblberg

Acht Stunden und 25 Minuten sind es nur mehr vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Dabei bekommt man die Sonne bei der jetzt herrschenden Wetterlage allerdings gar nicht zu Gesicht, weil eine beständige Hochnebeldecke den Kaltluftsee zudeckt, in dem wir uns im nördlichen Alpenvorland befinden. Der einzige Ausweg aus dieser tristen Lage ist, sich über die Nebeldecke zu begeben. Dazu braucht man je nach der Höhenlage des Hochnebels einen mehr oder weniger hohen Berg. Zurzeit reicht die höchste Erhebung des Hausrucks in OÖ zwischen Ampflwang und Frankenburg, der Göblberg mit seinem Aussichtsturm, gerade noch aus. Vom kalten Westwind herangetriebene Nebelschwaden schieben sich auch hier bisweilen vor das gleißende Sonnenlicht, dennoch ist es faszinierend, vom Göblberg aus in 801 m Seehöhe die letzten Sonnenminuten über dem Nebelmeer zu beobachten. Zum Aussichtsturm am Göblberg kommt man am schnellsten vom Parkplatz in Hoblschlag aus, von dem aus man zu Fuß noch gut 100 Höhenmeter in etwa 20 Minuten zu überwinden hat. Um 16:12 Uhr ist dann Schluss mit Sonne. Sie verabschiedet sich hinter den alpinen Berggipfeln der bayerischen Alpen. In der Dämmerung geht es wieder zurück zum Auto mit einer Tankfüllung Sonnenlicht und der Gewissheit, dass es auch an trüben Wintertagen noch Sonnenstrahlen gibt.
 

Keine Kommentare:

Blog-Archiv