Sonntag, 14. Dezember 2025

Auf den Göblberg

Acht Stunden und 25 Minuten sind es nur mehr vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Dabei bekommt man die Sonne bei der jetzt herrschenden Wetterlage allerdings gar nicht zu Gesicht, weil eine beständige Hochnebeldecke den Kaltluftsee zudeckt, in dem wir uns im nördlichen Alpenvorland befinden. Der einzige Ausweg aus dieser tristen Lage ist, sich über die Nebeldecke zu begeben. Dazu braucht man je nach der Höhenlage des Hochnebels einen mehr oder weniger hohen Berg. Zurzeit reicht die höchste Erhebung des Hausrucks in OÖ zwischen Ampflwang und Frankenburg, der Göblberg mit seinem Aussichtsturm, gerade noch aus. Vom kalten Westwind herangetriebene Nebelschwaden schieben sich auch hier bisweilen vor das gleißende Sonnenlicht, dennoch ist es faszinierend, vom Göblberg aus in 801 m Seehöhe die letzten Sonnenminuten über dem Nebelmeer zu beobachten. Zum Aussichtsturm am Göblberg kommt man am schnellsten vom Parkplatz in Hoblschlag aus, von dem aus man zu Fuß noch gut 100 Höhenmeter in etwa 20 Minuten zu überwinden hat. Um 16:12 Uhr ist dann Schluss mit Sonne. Sie verabschiedet sich hinter den alpinen Berggipfeln der bayerischen Alpen. In der Dämmerung geht es wieder zurück zum Auto mit einer Tankfüllung Sonnenlicht und der Gewissheit, dass es auch an trüben Wintertagen noch Sonnenstrahlen gibt.
 

Dienstag, 16. September 2025

Auf die Bleckwand

Will man im Salzkammergut etwas höher hinaus, sich aber nicht allzusehr anstrengen, so ist die Besteigung der Bleckwand südlich des Wolfgangsees ein Tipp. In der Nähe von Strobl bei Gschwendt führt nämlich eine schmale, kurvenreiche Mautstraße hinauf zum Bleckwand-Almgebiet. Dort gibt es Parkplätze und man kann von dort die letzten etwa 350 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz der Bleckwand zu Fuß in Angriff nehmen. Es stehen zwei Varianten zur Wahl, eine Ost- und eine Westvariante. Ich habe dieses Mal die Ostvariante zum Aufstieg gewählt. Dazu geht man die Straße einfach noch ein paar hundert Meter weiter, bis der Wanderweg dann scharf links abzweigt und über Almgebiet schräg nach oben führt. Dann kommt man in den Wald, in dem der Weg auch recht ordentlich ansteigt, was meinen schlecht trainierten Kreislauf ordentlich gefordert hat. Schließlich erreicht man das Gipfelplateau und kann sofort die wunderbare Aussicht hinunter zum Wolfgangsee und hinüber zum Schafberg genießen. In ein paar Minuten ist man dann beim Gipfelkreuz (1516 m) und hat Sitzgelegenheiten zum sich Ausruhen und den Blick über die Berg- und Seenlandschaft schweifen lassen. Für den Abstieg wähle ich dann die andere Wegvariante, die zuerst relativ steil in Serpentinen durch den Wald bis zur sich im Umbau befindlichen und daher geschlossenen Bleckwandhütte und dann weiter im Wald schräg nach unten wieder zum Parkplatz führt. Die Bewegung und das alpine Flair haben mir recht gut getan.
 

Donnerstag, 11. September 2025

Untam Stoa

Mit "Untam Stoa" ist der schmale Traunsee-Uferstrich am Fuße des Traunsteins gemeint. Der See auf der einen Seite und die steilen Felswände des Traunsteins auf der anderen Seite machen den Reiz dieses Ortes aus und dass hier (fast) völlige Autofreiheit herrscht. Nach dem letzten Parkplatz folgen noch ein paar Häuser am Seeufer und schließlich erreicht man den Schotterstrandabschnitt, den man (außer bei Hochwasser) bequem begehen kann. Nachdem er endet, gibt es noch die Möglichkeit, am sogenannten Miesweg  weiterzuwandern, der mit Seilsicherung und stellenweise Holzbrücken am Felsabhang entlang führt. Für den Rückweg bietet sich auch die Möglichkeit, eine sich etwas oberhalb befindliche Forststraße zu benutzen, zu der man am Ende des Mieswegs aufsteigen kann.
 

Mittwoch, 3. September 2025

Eine kleine Heimrunde

Es muss ja nicht immer eine längere Tour mit dem E-MTB sein. Man kann auch im näheren heimischen Umfeld kurz herumradeln. Das habe ich heute gemacht. Einfach ein Stück durch den Wartenburger Wald und dann hinaus nach Hafling und weiter nach Oberleim. Dann geht es ein Stück Richtung Einwald und wieder zurück zur Bundesstraße B143, die von einem Radweg begleitet wird. Damit ich nicht gleich wieder zuhause bin, fahre ich noch einmal über Wegscheid hinauf nach Hafling, um am Höchsten von Vöcklabruck, dem Geispiel eine kleine Aussichtspause einzulegen (siehe Foto). Zurück geht es wieder durch den Wartenburger Wald auf Asphalt und Schotter. Man glaubt es kaum, doch so kommen auch gut 14 Kilometer zusammen bei 275 Höhenmetern. Als etwas Nachmittagsbewegung kann man das schon gelten lassen.
 

Samstag, 30. August 2025

Vom Attersee zum Traunsee

Ich schätze es, mit dem E-Mountainbike von zuhause wegzufahren. Als Hilfsmittel verwende ich ausschließlich den Bahntransport. Dieses Mal war nicht einmal der notwendig. Auf dem Radweg ging es zuerst von Vöcklabruck nach Schörfling und weiter nach Weyregg am Attersee. Hier zweige ich ins Bachtal (Tal des Weyregger Bachs) ab, zuerst noch auf Asphalt, später dann auf einer geschotterten Forststraße. Nach einer mäßig ansteigenden Fahrt beginnt dann ein kräftiger Anstieg auf etwa 830 m Seehöhe auf den Aurachberg, wo es dann etwas wellig weitergeht. Dann beginnt wieder auf Asphalt die Abfahrt ins Aurachtal, das ich ca. einen Kilometer vor Neukirchen bei Altmünster erreiche. Um von dort zum Traunsee zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder Richtung Traunkirchen oder Richtung Altmünster. Ich entscheide mich für Altmünster, da es von dort nicht mehr so weit nach Hause ist. Damit erreiche ich auch die Salzkammergut-Bahnstrecke und könnte auch mit der Bahn weiterfahren, was ich allerdings dieses Mal nicht mache. Ich komme ohne das Hilfsmittel ÖBB aus und fahre über Gmunden, Pinsdorf und Regau wieder heim. 63 Kilometer sind es geworden und über 900 Höhenmeter habe ich dabei überwunden. Für einen dank Motorunterstützung nicht allzu anstrengenden Nachmittagsausflug reicht mir das.
 

Mittwoch, 20. August 2025

Flachgau-Radtour von Hallwang nach Oberhofen am Irrsee

Rad und Bahn lassen sich gut kombinieren und damit kann ich auch Regionen erkunden, die ich allein mit dem Fahrrad nicht so einfach erreichen kann. In den ÖBB-Regionalzug bin ich allerdings nach ein paar Kilometern aufwärmen erst in Neukirchen-Gampern eingestiegen und habe mich nach Hallwang - kurz vor Salzburg - bringen lassen. Von dort geht es dann erst einmal in Richtung Autobahnauffahrt Thalgau. Dann schwenke ich um nach Henndorf, wofür ich einige Höhenmeter zu überwinden habe. Dafür geht es dann ordentlich bergab in des Becken des Wallersees mit deutlich über 50 km/h. Von Henndorf führt der Radweg südlich des Wallersees weiter nach Pfongau, wobei man das Schloss Sighartstein mit seinem reizvollen Weiher passiert. Nach Pfongau trete ich dann noch einmal kräftig bergauf in Richtung Sommerholz. Eine längere Abfahrt auf einer schmalen Straße nach Oberhofen bildet das Ende der Tour und man erreicht wieder die Haltestelle an der Westbahnstrecke, wo es nicht lange dauerte, bis mich der nächsten Zug nach Vöcklabruck bringt. Insgesamt sind 48 E-Bike-Kilometer und fast 1000 Höhenmeter auf dieser Strecke zusammengekommen, was mir für einen Nachmittagsausflug jedenfalls ausreicht.
 

Mittwoch, 13. August 2025

Durch die Kaltenbachwildnis

Seit meiner Kindheit kenne ich die Kaltenbachwildnis, eine zerklüftete Landschaft am nordwestlichen Abhang des Traunsteins. Gegenüber einer Traunstein-Besteigung ist die Wanderung durch diesen Landschaftsteil ein leichter Spaziergang und hätte mich lange Zeit unterfordert. Jetzt, im fortgeschrittenen Alter schätze ich solche kleinen, landschaftlich reizvollen Rundgänge. Man parkt am besten beim Gasthaus Hoisn und geht dann durch ein von Bogenschützen genutztes Waldstück, bis man auf den Gschliefgraben stößt. Dann geht es auf einer ansteigenden Forststraße weiter, von der schließlich ein schmaler Weg in die eigentliche "Wildnis" abzweigt. Nun geht es an steilen Felswänden und Steilabfällen vorbei und sogar durch eine kleinen Felstunnel. Nun ergeben sich die ersten Aussichtspunkte, die einen Blick auf den Traunsee bieten mit Bänken für ein kurze Rast. Weiter ansteigend kommt man bald an den Schluss der Schlucht und verlässt sie wieder. Vor dem Abstieg erreicht man noch einen wunderbaren Platz mit Aussicht auf den südlichen Traunsee. Bald trifft man auf das erste Teilstück des Herndlersteigs, dem man dann bis zum Traunseeufer folgt. Ein kurzer Rückweg auf der Straße zum Hoisn beendet die circa einstündige Wanderung, die sich wirklich lohnt.
 

Dienstag, 12. August 2025

Vom Vorderen zum Hinteren Langbathsee

Eine Gegend, die für mich immer einen Reiz hat, sind die beiden Langbathseen am Fuße des Höllengebirges. Von Ebensee aus erreicht man auf einer kurvigen Straße den gebührenpflichtigen Parkplatz vor dem Vorderen Langbathsee. Im Sommer ist das ein beliebter Badesee. Ich will allerdings etwas wandern und mache mich auf den Weg vom Vorderen zum Hinteren Langbathsee. Dafür nehme ich den Weg am südlichen Seeufer. Wo der See endet, steht die hübsche und neu renovierte ehemalige Jagdvilla Kaiser Franz Josefs. Dann steigt der Weg deutlich an, denn der hintere Langbathsee liegt deutlich höher. Kurz bevor man ihn erreicht, gelangt man zum Abfluss des hinteren Sees, dem Pfrillenbach mit seinen kleinen Wasserfällen (siehe Foto). Hat man den Hinteren Langbathsee erreicht, bietet sich ein schöner Ausblick und es stellt sich die Frage, ob man diesen noch umrunden möchte. Ich will das dieses Mal nicht, sondern trete nach einer kurzen, schattigen Rast wieder den Rückweg an, dieses Mal zum Nordufer des vorderen Sees, dem entlang ich bald wieder den Parkplatz erreiche. Fünfeinhalb Kilometer habe ich zurückgelegt und 130 Höhenmeter überwunden.
 

Samstag, 12. Juli 2025

Vom Franzl im Holz zum Laudachsee

Den Laudachsee kenne ich seit meiner frühesten Jugend. Ich war dort sogar als Kind einmal auf Jungscharlager in einer Hütte. Jetzt war es wieder einmal so weit, eine Wanderung dorthin zu machen, und zwar vom Franzl im Holz aus, ein Gasthaus, das man mit dem Auto von Gmunden aus leicht erreichen kann. Von dort führt eine Forststraße direkt hinauf zum Laudachsee. Nach einer guten Stunde Gehzeit durch den Wald hat man das Ziel auch schon erreicht. Das Gasthaus oberhalb des Sees lädt zu einer Stärkung ein. Anschließend wird dem See ein Besuch abgestattet und am nördlichen Seeufer geht es dann entlang, bis man nun zu einer anderen Wegvariante kommt, die jetzt meiste auf schmäleren und steileren Pfaden der Laudach entlang wieder nach unten führt. Nach knapp einer Stunde hat man den gebührenpflichtigen Parkplatz wieder erreicht. 
 

Dienstag, 24. Juni 2025

Entlang von Ager und Traun mit dem E-Bike nach Wels

Manchmal ist es recht angenehm, mit dem E-Bike keine starken Steigungen bewältigen zu müssen, sondern gemütlich in der Ebene dahinzurollen. Dazu eignet sich die Flusstalstrecke entlang von Ager und Traun nach Wels recht gut. Noch angenehmer macht das zusätzlich ein spürbarer Rückenwind. Der schönste Streckenabschnitt des Radwegs R6 ist dabei der Teil von Redlham bis Lambach, da man hier immer Sichtkontakt mit der Ager und später mit der Traun hat. Auch ein schöner Blick auf die Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura tut sich auf (siehe Foto). Ab Lambach entfernt sich der Radweg R4 dann etwas von der Traun. Erst in Wels geht es dann wieder dem Fluss entlang und nach dem Messegelände biege ich dann links in Richtung Bahnhof ab, um die Heimfahrt dann mit dem Regionalzug anzutreten. 48 km mit einem guten 20er Schnitt sind es auch geworden bei bescheidenen 300 Höhenmetern.
 

Mittwoch, 18. Juni 2025

Auf den Gahberg mit dem E-MTB

Oft fahre ich mit dem Rad einfach los, ohne ein konkretes Ziel im Auge zu haben. Meist zieht es mich dann erst einmal nach Seewalchen am Attersee. Dieses Mal bin ich in Richtung Weyregg weitergefahren noch immer unschlüssig, wohin die weitere Reise gehen soll. In Weyregg bin ich dann links abgebogen ins Bachtal und da war mir klar, dass ich wieder einmal den Gahberg bezwingen will. Mit der Eco-Grundstufe ist das auch mit Motorunterstützung etwas anstrengend. Dafür war so gut wie nichts los. Ich habe die Straße bei herrlichem Wetter (fast) für mich allein. Weiter geht es dann auf zum Teil sehr groben, für Fahrräder frei gegebenen Forststraßen und oft mit starkem Gefälle hinüber in Richtung Hongar, wo ich dann die asphaltierte Abfahrt nach Aurach nehme und von dort über das Himmelreich und Regau wieder nach Hause fahre. Gegen Schluss bleibt mir nur noch ein roter Strich am Fahrraddisplay, was bedeutet, dass der Akku schön langsam zur Neige gehen wird. Bei gut 50 km Fahrt und 956 Höhenmetern ist das auch kein Wunder.
 

Montag, 9. Juni 2025

Von Neumarkt am Wallersee nach Salzburg mit dem E-Bike

Als Radfahrer möche ich auch Strecken kennenlernen, die ich bisher noch nie gefahren bin. Zwischen Neumarkt am Wallersee - mit der Bahn leicht zu erreichen - und Salzburg liegt so eine Streckenabschnitt. Ich habe mich dafür entschieden, südlich des Wallersees über Henndorf zu fahren in der Hoffnung, dass es hier möglichst viele Abschnitte mit Radwegen gibt. Es besteht zwar eine halbwegs gute Beschilderung, doch leider ist das, was Radfahrenden hier geboten wird, ein Stückwerk an Radwegen mit vielen Unterbrechungen und Seitenwechseln. Dennoch ist die Gegend recht reizvoll mit ihrem leicht hügeligem Charakter. Schließlich erreiche ich Eugendorf. Und ab da wird es interessant, denn nun komme ich auf die Trasse der ehemaligen Bad Ischler Bahn, und die fährt sich wunderbar, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie in Richtung Salzburg leicht abfallend ist. Schließlich komme ich im Stadtteil Itzling an, von wo es nicht mehr weit zum Hauptbahnhof, meinem Ziel, ist. Da bis zum nächsten Zug zurück nach Hause noch etwas Zeit bleibt, mache ich noch einen Abstecher zum Kongresshaus, um mir ein Eis zu gönnen. Insgesamt habe ich gut 30 km zurückgelegt mit einem Schnitt von etwas über 20 km/h. 
 

Mittwoch, 4. Juni 2025

Nach Attersee am Attersee mit dem E-Bike

Die sommerlichen Temperaturen laden zum Radfahren ein. Und wie ein Magnet zieht mich der Attersee immer wieder an. Da führt ja auch ein angenehmer Radweg hin. Nach einer kurzen Rast in Kammer beschließe ich, wieder einmal nach Attersee am Attersee weiter zu fahren zum Bootsverleich Pehn an der Strandpromenade, wo es Kaffee und Marillenkuchen gibt. Das ist einer meiner Lieblingsplätze. Den Rückweg möchte ich etwas anders gestalten. Ich fahre daher den Anstieg hinauf in Richtung St. Georgen im Attergau. Beim Kreisverkehr nach der Autobahnauffahrt zweige ich dann rechts ab nach Alkersdorf. Weiter geht es über Eisenpalmsdorf nach Baum, von wo ich auf Schotterstraßen und Feldwegen nach Genstetten komme und dann nach Weiterschwang und schließlich nach Timelkam, wo ich wieder auf den Attersee-Radweg treffe. Daheim angekommen, habe ich gut 40 km absolviert. Gerade richtig für eine angenehme Nachmittags-Spritztour.
 

Donnerstag, 22. Mai 2025

Auf den Schafberg mit der Zahnradbahn

Zweimal habe ich den Schafberg schon zu Fuß bestiegen, jetzt habe ich mir erlaubt, auch einmal die Schafbergbahn zu benutzen, wie es auch Kaiser Franz Joseph Ende des 19. Jahrhunderts schon getan hat. Waren es früher Dampfloks, die den Zug betrieben haben, so sind es heute Dieselloks, die zwei Waggons mit etwa 100 Fahrgästen auf den Berg und wieder zurück ins Tal befördern. Langsam (max. 20km/h) und ziemlich steil (bis 25%) geht es mit dieser Schmalspur-Zahnradbahn nach oben mit einem Zwischenhalt auf der Schafberg-Alm. Touristen aus aller Welt sind die Begleiter:innen. Die Rückfahrt ist zeitlich genau festgelegt und so kann ich planen, was ich am Schafberggipfel in dieser Zeit machen will. Gastronimieangebote gibt es ausreichend, und nach einem Getränk will ich das Gipfelumfeld noch etwas erkunden und an steilen Abgründen das Seenumland bewundern. Ich durchschreite dabei auch die "Himmelspforte", eine enge Felsgasse, mit der der Weg hinunter zur Eisenau-Alm beginnt. Die Buchberghütte, die man vom Schafberg aus sonst gut sehen kann, habe ich leider vergeblich gesucht. Die ist nämlich letzten November leider abgebrannt, soll aber wieder errichtet werden. Pünktlich geht es dann mit der Bahn wieder zurück ins Tal. Es ist schön, einen Nachmittag so zu verbringen, eine Bergwanderung kann so eine Fahrt allerdings nicht ersetzen. Dennoch erfüllt es mich mit Genugtuung, diese historisch und technisch interessante Bahn einmal benutzt zu haben.
 

Mittwoch, 14. Mai 2025

Zum Attersee und zurück mit dem Rad

Eines meiner Lieblingsziele mit dem Rad ist immer der Attersee gewesen und daran hat sich auch nichts geändert. Mit dem Rennrad, dem MTB ohne und jetzt mit E-Motor-Unterstützung ist das Attersee-Nordufer in recht kurzer Zeit zu erreichen. Für Hin- und Rückfahrt kann man dabei unterschiedliche Routenvarianten wählen. Dieses Mal habe ich die beschilderte Radweg-Route für die Hinfahrt genommen, für die Rückfahrt wählte ich die Route über Kraims und Gallaberg nach Timelkam. Ab da geht es auf dem schmalen Weg am Südufer der Vöckla entlang bis zur Westbahnstrecke, der ich dann bis nach Vöcklabruck gefolgt bin. Ein Abstecher ins Stadtzentrum gehört auch meist zur Tour dazu. Bei der neu eröffneten Eisdiele Parenzo kann ich mich mit einem schmackhaften Eiskaffee belohnen. Immerhin bin ich ich gut anderthalb Stunden und 28 km unterwegs gewesen.

Samstag, 10. Mai 2025

Auf den Göblberg mit dem E-MTB

Eines meiner beliebtesten Ziele für eine kurze Radtour ist schon seit langem der Göblberg, die höchste Erhebung des Hausrucks, vor allem seit 2006, als dort ein Aussichtsturm errichtet worden ist. Für das Erreichen des Ziels gibt es mehrere Routenvarianten. Üblicher Weise schaue ich, dass ich abseits des Autoverkehrs zuerst nach Ampflwang komme. Dieses Mal habe ich dazu den Radweg bis Zell am Pettenfirst verwendet und bin dann Richtung Waldpoint gefahren. Kurz vorher geht es über einen Hausruckausläufer ziemlich steil hinunter nach Ampflwang. Dann fahre ich über Buchleiten hinauf bis fast nach Hoblschlag. Von da geht es erst einmal auf Schotter steil bergan und dann wellig weiter bis zum Göblberggipfel mit dem Turm. Zurück fahre ich einfach auf diesem Hausruckast weiter, bis ich in einer steilen Abfahrt mit grobem Schotter den Weiler Ackersberg erreiche. Von dort geht es auf der Riegler Bezirksstraße hurtig bergab und in weiterer Folge nach Puchkirchen am Trattberg, wo wieder eine schnelle Abfahrt beginnt, die mich ins Tal des Mühlbachs bringt, der nach Timelkam fließt. Vorher zweige ich bei Kalchofen allerdings nach links ab und fahre über Altwartenburg heim. 37 km und 718 Höhenmeter habe ich so in gut zwei Stunden bewältigt. Der Alpenblick am Foto bietet sich am Südrand des Hausruckwalds bei Innerleiten.

Donnerstag, 1. Mai 2025

Hinauf zur "Krucka" in Reindlmühl

Ich bin auch schon mehrmals mit dem Fahrrad dort gewesen. Dieses Mal habe ich mir allerdings die Anreise mit dem Rad erspart und bin nur die paar hundert Meter vom Aurachtal hinauf Richtung Grasberg zur "Krucka" gewandert. Das hat sogar der schwer kranke Thomas Bernhard 1988, eine halbes Jahr vor seinem Tod, noch geschafft. Es war ja eines seiner drei Bauernhäuser. Für mich ist es das schönste von den Dreien, wahrscheinlich wegen seiner Lage und seiner Kleinheit. Es ist nur zu Fuß oder mit einem Geländeauto oder Traktor zu erreichen. Welch Überraschung: Es erwartete mich das Ehepaar Fabjan - Peter Fabjan ist Thomas Bernhard's Halbbruder - das dem Haus gerade eine Frühlingspflege angedeihen ließ. Nach freundlichen Gesprächen und Wasser aus Thomas Bernhard' Glas habe ich mich zufrieden wieder auf den Fußweg ins Tal gemacht.
 

Dienstag, 29. April 2025

Zum Traunfall in Viecht mit dem E-MTB

Ein attraktives Ziel für eine Radtour ist und bleibt für mich der Traunfall in Viecht. Dazu verlässt man erst einmal das Vöckl-Ager-Tal über Wankham und den Sickinger Berg, um auf die Hochterrasse zu kommen, die zwischen den Senken von Ager und Traun liegt. Das ist vor allem Ackerland mit kleinen Wäldchen und vielen kleinen Weilern. Auf schmalen Straßen geht es in südöstliche Richtung, bis man schließlich die kleine Siedlung Viecht am Traunufer erreicht, von wo ein schmaler Weg zum Traunfall hinunter führt. Die Wasserfälle dort nehmen je nach Wasserführung der Traun eine recht unterschiedliche Gestalt an. Dieses Mal beschränkt sich das Ganze auf den Haupt-Wasserfall, dem man über eine Brücke recht nahe kommen kann. Der Traunfall zieht nicht nur mich, sondern auch zahlreiche Tourist:innen an, die dort ihre Foto-Sessions abhalten oder eine kleines Picknick veranstalten. Bei der Rückfahrt mit dem E-MTB nehme ich noch Obernathal und somit den Bauernhof von Thomas Bernhard in Augenschein, der ja gleich an der Strecke liegt. Die Weiterfahrt geht dann über Aurachkirchen und das Aurachtal entlang über Wankham und Puchheim nach Hause. 48 km sind dabei zusammengekommen.
 

Donnerstag, 24. April 2025

Rundgang in Traunkirchen am Traunsee

Traunkirchen finde ich reizvoll, wenn die Tourismussaison noch nicht begonnen hat. Man kann noch recht unbedrängt und einsam auf Spazierwegen eine kleine Runde drehen. Von der Russenvilla zum Bahnhof Traunkirchen Ort zum Beispiel und dann hinunter zum Seeufer, wo ein Bootsvermieter schön langsam beginnt, seine Boote aus dem Winterschlaf zu erwecken. Salzkammergut24 hat auch in Traunkirchen eine auffällig sichtbare Spur hinterlassen in Form einer überlebensgroßen Skulptur von Fernando Sanchez Castillo am Seeufer, die den Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel in einer physiognomisch so gut wie unmöglichen Körperhaltung darstellt. Er schein rücklings in den See zu kippen. Weiter geht es zur Pfarrkirche Maria Krönung und zum Kloster. Der See liegt still da, ein paar Angler stehen am Ufer oder sind mit einer Zille auf den See hinausgefahren. Fast alle Sitzbänke, und es sind ziemlich viele, sind frei und bieten einen wunderbaren Ausblick auf den See und die Bergwelt, die hier eindeutig vom nahe liegenden Traunstein dominiert wird. 
 

Donnerstag, 17. April 2025

Dem Attersee entlang und durchs Weißenbachtal nach Bad Ischl

Nun ist auch die erste längere Radtour des heurigen Jahres geschafft. Sie lohnt sich aus verschiedenen Gründen. Erstens begleitet einen das Ostufer des Attersees einen Abschnitt lang. Zweites hat man den Genuss, das Weißenbachtal abseits der Autostraße und entlang der Gebirgsbäche auf Schotterwegen zu durchfahren. Drittens übernehmen die ÖBB den Großteil der Heimfahrt von Bad Ischl bis Attnang-Puchheim. Der Rest ist dann noch mit Muskelkraft und Elektromotor-Unterstützung zu bewerkstelligen. So kommen in etwa 60 Kilometer zusammen, die mich nicht überfordern. Die Hauptattraktion sind die natürlichen Flussabschnitte im Weißenbachtal mit ihren vielen Gerinnen, Schotterbänken, Schluchten und Wasserfällen. Auch der Radweg der Traun entlang hat seinen Reiz. Was stört, ist der Verkahr auf der viel befahrenen Salzkammergut-Bundesstraße. Beim Bahnhof Bad Ischl angekommen, erwartet mich der Zug nach Attnang, in dem ich es mir gemütlich machen kann und sich oft nette Gespräche mit Mitreisenden ergeben. 
 

Freitag, 4. April 2025

Ausflug zum Kohlaichbach

Weite Radtouren sind zurzeit noch nicht nach meinem Geschmack, und so erkunde ich auf kurzen Spritztouren mit dem E-MTB die nähere Umgebung. Dieses Mal zog es mich ans Ufer des Kohlaichbachs, eines kleinen Fließgewässers, das am Abhang des Pettenfirst (Hausruck) bei Zehentpoint nahe Ungenach seinen Ursprung hat und im Ortsgebiet von Attnang-Puchheim in einen Nebenarm der Ager mündet. Der Kohlaichbach durchfließt dabei die Talsenke, die die Städte Vöcklabruck und Attnang-Puchheim verbindet. Meine Begegnung mit diesem Bächlein ist allerdings dieses Mal im Vöcklabrucker Ortsteil Ziegelwies erfolgt. Hier fließt es von Pilsbach kommend entlang des östlich angrenzenden Sonnleitenwalds in einem kleinen Augebiet dahin. Ich habe mich dann bald wieder verabschiedet, um über Buchleiten nach Hause zurückzukehren. Gut zehn Kilometer Wegstrecke haben sich dabei auch ergeben.

Sonntag, 23. März 2025

Rund um den Einwald mit dem E-MTB

 

Ich wohne ja zwischen zwei Wäldern, dem Wartenburger Wald im Westen und dem Einwald im Osten, dazwischen verläuft die Talsenke des Dießenbachs. Dem kann man am Radweg entlang der Bundesstraße in Richtung Norden folgen und kommt dann nach Oberleim. Will man den Einwald umrunden, zweigt man kurz nach der Ortschaft nach Süden ab. Es geht dann an der Ostseite des Einwalds weiter, wobei ich ihm dieses Mal ganz nahe gekommen bin, ja sogar ein Stück im Wald mit dem E-MTB gefahren bin. Dann wurde es leider ungemütlich, denn das erste Gewitter dieses Jahres hat sich über mir entladen und ich bin auf der Fahrt über Kirchstetten nach Vöcklabruck ziemlich nass geworden. Beim Bus-Wartehäuschen nebem dem Seniorenheim habe ich den schlimmsten Regenguss abgewartet. Dann ging es schnell heim. Knapp 14 km und eine durchnässte Hose sind so zusammengekommen.

Mittwoch, 19. März 2025

Die Ager-Au im frühen Frühjahr

Flussauen sind besonders im März interessant, wenn die Bäume noch unbelaubt sind und der Auwald transparent wirkt. Am Boden tut sich allerdings schon etwas. Es ist Schneeglöckerl-Zeit und sie treten massenweise auf. Neben den Schneeglöckerln und anderen Frühblühern ist es jetzt vor allem der Bärlauch, der das erste Grün des Waldbodens bildet und er wird von mir beim Vorbeifahren immer wieder einmal verkostet. Von Vöcklabruck geht es über Regau dem Südufer der Ager entlang nach Puchheim, teils auf Wiesenwegen, dann aber auch grob steinig und abschnittweise auf etwas morastigem Aufwaldboden. Das Flussbett der Ager mit seinen Schotterbänken und den Grasstreifen dazwischen lädt ein zum Erkunden. Wasser übt nun einmal eine besondere Faszination aus. In Puchheim kann man dann gleich die Schlossteiche mit ihrer Entenpopulation mitbetrachten, ehe es dann über die Zeislau am Aurand nach Attnang geht. Der Rückweg führt dann entlang des Sonnleitenwaldes wieder nach Vöcklabruck. Mit dem E-MTB ist das eine ziemlich lockere Übung gegen den Bewegungsmangel. Zwanzig Kilometer sind dabei allerdings auch zusammengekommen.
 

Sonntag, 9. März 2025

Frühling am Attersee

Eines meiner beliebtesten Ziele für einen kurzen Radausflug ist und bleibt das Nordende des Attersees, sprich die Gemeinden Seewalchen und Schörfling. Die ersten warmen Frühlingstage reizen mich, dem Attersee einen ersten Besuch im laufenden Jahr abzustatten. So habe ich diese Ausfahrt auf komfortable Weise mit meinem E-MTB unternommen. Auch viele andere zieht es dorthin, um am Seeaufer die Frühlingssonne zu genießen. Nach einer kurzen Rast am Bankerl beim Flößerdenkmal mit Beobachtung der belebten Promenade geht es auch schon wieder zurück nach Hause. Gut hat es getan.
 

Donnerstag, 6. März 2025

In der näheren Umgebung

... gibt es kurze Radrunden, die einem Bewegungsmöglichkeiten mit Natureindrücken verschaffen, ohne dass man weite und lange Strecken in Angriff nehmen muss. So bin ich zuletzt zwei Runden mit dem E-MTB (14 und 18 km) gefahren, einmal in die Gegend von Altwartenburg (siehe Foto) und das andere Mal rund um den Sonnleitenwald. Ein paar hundert Höhenmeter kommen dabei auch zusammen, was allerdings mit Motorunterstützung kaum ins Gewicht fällt. Die Luft ist noch frisch, das Wetter bei leichtem Ostwind strahlend sonnig. So machen die ersten Radausflüge dieses noch jungen Frühlings wirklich Spaß.
 

Sonntag, 23. Februar 2025

Nach Ungenach und Pilsbach mit dem Rad

Nach einigen frostigen Februartagen ist es jetzt wieder milder geworden. Bei 10 Grad Außentemperatur reizt es mich schon, mich aufs E-Bike zu setzen und eine kleine Tour im nahen Umkreis zu machen. Von Vöcklabruck geht es ein kleines Stück auf dem Radweg Richtung Norden bis nach Oberleim und von dort wieder zurück über Jocheredt und Pilsbach. In Pilsbach kann man parallel zur Landesstraße eine für den Autoverkehr gesperrte Straße benutzen, an der entlang sich eine Freiluft-Fotoausstellung befindet und auf welcher sich der Blick gegen die (wolkenverhangenen) Alpen auftut. Für eine erste Vorfrühlingsausfahrt hat mir die Strecke (15 km) schon gereicht.
 

Mittwoch, 19. Februar 2025

Am Miesweg untam Stoa

In diesem schneearmen Winter kann man völlig risikolos kleine Wanderungen im alpinen Gelände unternehmen, vor allem wenn es nicht hoch hinauf geht. Eine kleine Tour am Ostufer des Traunsees inklusive Miesweg eignet sich dafür wunderbar. Schon allein das Entlangwandern am unbefestigten Traunseeufer ist zurzeit besonders reizvoll, da der See durch seinen niedrigen Wasserstand mehr freigibt als gewöhnlich. Den Miesweg bin ich dieses Mal von Süden nach Norden gegangen, die Sonne im Rücken. So ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke auf den nörlichen Traunsee bis Gmunden.
 

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